Historisches rund um den Apfel

Der Apfel ist die älteste kultivierte Frucht der Erde. Bereits in prähistorischen Siedlungen fanden Archäologen verkohlte Dörrapfelschnitze. Die eigentliche Herkunft des Apfels ist jedoch nicht vollständig geklärt. Es existieren Annahmen, dass die Gattung aus der Region zwischen dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer stammt.
Äpfel gab es schon auf der Feinschmeckertafel des römischen Feldherrn Lukullus und in den hängenden Gärten von Babylon. Sogar ein Obstbaumverzeichnis aus dem Jahre 813 zeigt, dass Karl der Grosse auf seinen Gütern mit Vorliebe Apfelbäume anpflanzen ließ. Selbst die Griechen und Römer nannten den Apfel als Lieblingsfrucht und auch Klöster haben ihn im Mittelalter weiterverbreitet und veredelt.
Die Veredlung Die meisten der heute bekannten, sogenannten klassischen Apfelsorten sind nicht älter als 100 Jahre. Im 19. Jahrhundert kam es zu Zuchtversuchen aus Zufallssämlingen mit dem Ziel von ertragreichen, gutschmeckenden Sorten mit knackigem Fruchtfleisch und ansprechendem Äußeren. So entstanden erfolgreiche Kreuzungen wie der Summerred aus Kanada (aus den Sorten McIntosh und Golden) oder aber die Rubinette aus der Schweiz (aus den Sorten Cherry Cox und Golden). In der heutigen Zeit versucht man neben den Aspekten der Güte, Schönheit und des Geschmacks vor allem Sorten zu züchten, die gegen Schorf und Mehltau resistent sind. Seit dem Jahre 1997 existieren die ersten schorf- und/oder mehltauresistenten Sorten, die auch realistische Marktchancen besitzen.

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